Das Zwei-Generationen-Projekt

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Hamburger Abendblatt 18.05.2018

Andrea Bombek und Sunna Barthel sollen die jungen Tennisdamen des SVHU fördern und fordern

Karsten Jaeger

Henstedt-Ulzburg. Gestern in den frühen Nachmittagsstunden rückte für Andrea Bombek wieder einmal der Tennissport in den Mittelpunkt. Sie verließ die Büroräume des Spiegel-Verlags in Hamburg und holte Michelle Weinstock vom Sophie-Barat-Gymnasium aus der Innenstadt ab. Anschließend fuhren die beiden gemeinsam auf die Tennisanlage an der Bürgermeister-Steenbock-Straße in Henstedt-Ulzburg.

Meist sind dort dann auch die übrigen Tennismädchen des SV Henstedt-Ulzburg bei den Übungseinheiten unter Bombeks Regie versammelt. Die 46-Jährige hat mit Beginn dieser Freiluftsaison die Verantwortung für Training und Betreuung der Talente übernommen.

Zum Landesliga-Kader gehören zum einen zwei Youngster, die schon seit einiger Zeit regelmäßig in den Siegerlisten der Turnierszene auftauchen: Michelle Weinstock (13) und Anna-Marie Weißheim (14).

Mit dabei ist seit einigen Wochen aber auch Sunna Barthel, die ältere Schwester von Profispielerin Mona Barthel, die einst im Kreis Segeberg aufschlug und aktuell die Nummer 121 in der WTA-Weltrangliste ist.

Hier schließt sich nun der Kreis. Mona (27) spielte bis Ende der 1990er-Jahre beim TC Alsterquelle, bevor sie zum TC Rot-Weiss Wahlstedt wechselte und später auf Profitour ging. Ihre ältere Schwester Sunna (33) war beim TCA einst mit 14 Jahren die jüngste Spielerin im Regionalliga-Team – zur damaligen Crew gehörte auch An­drea Bombek.

Letztere ist in Bergedorf zu Hause, Michelle Weinstock im benachbarten Boberg, Anna-Marie Weißheim in Itzehoe. Sunna Barthel, die drei Kinder auf die Welt gebracht, zog es vor Jahren nach Berlin und später an die Elbe nach Boizenburg im westlichen Mecklenburg-Vorpommern.

Sie trainiert vornehmlich die zweite Mannschaft – und unterstützt gemeinsam mit Andrea Bombek das Zwei-Generationen-Projekt der Tennis Akademie Nord, für das Oke Staats und Joachim Jakstat verantwortlich sind. Dass auch Bombek ihren Teil dazu beiträgt, entsprang dabei eher dem Zufall: Sie ist eigentlich für die Damen 40 des VfL Lohbrügge aktiv. Dieses Team musste wegen Personalproblemen jedoch kurzfristig vom Spielbetrieb abgemeldet werden. Die Verbandstatuten ließen es dann aber nicht zu, dass sie für den SVHU aufschlägt.

Andrea Bombek wurde als Spielerin in der WTA-Weltrangliste vor rund 25 Jahren auf Platz 490 geführt. Heute weiß sie auch als Trainerin, was Sache ist. Joachim Jakstat: „Sie geht als Kapitän, Coach und Mentor voran.“
Youngster haben
von Tipps schon profitiert

Von der Erfahrung der Tennislehrerin haben unlängst zwei junge SVHU-Damen profitiert. Im ersten Punktspiel gegen den TC Mürwik (7:2) schienen Friederike Schultz und Hannah Beitat einer Niederlage entgegensteuern. Dann aber bekamen sie in der entscheiden Phase wichtige Tipps, und schon klappte es mit dem Sieg.

Sunna Barthel, die in der internen Meldeliste an Position 14 aufgeführt ist, wird am Sonnabend, 26. Mai, gegen den starken TSV Trittau ihre Premiere als Spielerin im extrem jungen Team des SVHU feiern.

Die immer noch druckvoll agierende Linkshänderin freut sich übrigens darauf, dass ihre Schwester Mona demnächst zu Besuch in der Heimat ist. Der Tag des Treffens ist allerdings noch ungewiss. Alles hängt davon ab, wie lange diese beim zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres, den French Open in Paris, im Wettbewerb vertreten sein wird…