Nach DFB-Pokal Viertelfinale gab es viel Lob nach viel Arbeit

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SVHU plant die nächsten großen Sportevents – eine Herausforderung für das Ehrenamt

Die Fußballabteilung des SV Henstedt-Ulzburg hat es wieder gezeigt. Der SVHU kann Sportevents auf größerer Bühne präsentieren. Knapp 700 Fans verfolgten live auf der neu sanierten B- Anlage, im so genannten Beckersberg-Stadion, das Viertelfinale im DFB- Pokal zwischen dem SVHU und dem FFC Turbine Potsdam. Standesgemäß zogen die „Turbinen“ nach einem 0:7 (0:5) in das Halbfinale ein. Dennoch kann sich die Elf von Christian Jürss als „Sieger der Herzen“ fühlen. Das Team hat aufopferungsvoll um jeden Meter gekämpft und hätte schon deshalb einen Ehrentreffer verdient. Sowohl in der ersten als auch in der zweiten Halbzeit erkämpften sich die SVHU Soccer-Ladies zwar ihre Chancen, doch gelingen sollte es nicht. Die Jürss-Elf zeigte sich von einer sportlich guten Seite und erntete viel Anerkennung für Ihren Auftritt. Aber nicht nur die sportliche Leistung war bemerkenswert. Erst am Vortag konnte die Anlage durch die Gemeindeverwaltung an den SVHU und damit dem Sport übergeben werden. Sicher war das in den Wochen zuvor keinesfalls. So kam es, dass mit der Organisation des für den Sport in der Gemeinde bedeutenden Spiels erst eine Woche vor dem Spieltag begonnen werden konnte. Abteilungsleiter Sebastian Günther übernahm die Koordination und konnte sich auf sein Mitstreitenden verlassen. Innerhalb weniger Tage wurde mit viel ehrenamtlichen Aufwand etwas geschafft, was für einen Breitensportverein kein Alltagsgeschäft ist. Sei es die Organisation eines Caterers für das leibliche Wohl oder auch einer für die Größe der Anlage ausreichenden Sprecheranlage, die Akkreditieren der vielen Pressevertretungen von Print, Radio und TV, das Ordnerregime, die Aktivierung des Social-Media-Teams, die Organisation der Kasse und die notwendige Kommunikation mit der Gemeindeverwaltung, dem DFB und dem gegnerischen Verein aus der brandenburgischen Hauptstadt. Jeder hatte seinen Job und erledigte ihn. Das war wirklich großer Sport. Der FFC Turbine Potsdam bedankte sich im Nachgang beim SVHU für die bemerkenswerte Organisation und Gastfreundschaft. Ein besonderer Dank und lobende Worte kamen aus der Zentrale des DFB. Von allen Viertelfinalbegegnungen konnte der SVHU die größte Zuschauerkulisse bieten. Und das mit deutlichem Vorsprung. Mit 300 Zuschauern mehr als in jedem anderen Viertelfinale machte der SVHU einen tollen Job für das Image des Frauenfußballs. Das sagt nicht nur etwas über das großartige ehrenamtliche Engagement aus, sondern auch über die Sportbegeisterung in

der Gemeinde Henstedt-Ulzburg. „Wir hoffen diese Begeisterung auch für die nächsten Punktspiele und Sportevents des SVHU mitnehmen zu können,“ sagt Sebastian Günther und fügt hinzu: „Das gilt auch für die anderen Abteilungen, die nicht nur sportlich Großartiges leisten. Wie z.B. der Handball oder seit einiger Zeit auch die Volleyballer mit ihrer Spendenaktion „Gemeinsam Gutes“. Der SVHU bietet nicht nur für seine Mitglieder ein großes Programm, sondern auch für Fans des Lokalsports bis in die 2. Bundesliga. Das ist vielleicht jetzt überall ein wenig deutlicher angekommen.“

Für den SVHU stehen nun zwei weitere große Sportveranstaltungen auf dem Programm. Am Freitag, den 20. Mai startet erstmals wieder seit 2020 der bis dahin bei Läuferinnen und Läufern sowie Fans anderer Sportarten beliebte Volkslauf HUläuft. Mit der fertiggestellten B-Anlage am Bürgerhaus steht dem Verein wieder die für den Lauf so wichtige 400 Meterbahn sowie die gesamte Anlage für das Unterhaltungsprogramm zur Verfügung. Die Organisatoren des SVHU hoffen, dass mit dem Restart wieder mehr als 2000 Sportlerinnen und Sportler den Weg nach Henstedt-Ulzburg finden und viele weitere hundert Menschen den Weg zum Veranstaltungsort aufsichnehmen. „HUläuft war immer super gut besucht“, schwärmt Doris Sagasser. Und weiter: „Warum sollte es jetzt nach zwei Jahren anders sein? Wir werden für ordentlich Stimmung und beste Laufbedingungen sorgen. Ich glaube, bei den meisten heißt es: Jetzt erst recht!“ Helfende Hände werden an allen Ecken und Kanten gebraucht. „Auf- und Abbau, das leibliche Wohl, die Lauforganisation mit Registrierung und Verteilung von Startnummern und Verpflegungspaketen sind nur ein paar der Dinge, die zu bewältigen sind. Genug freiwillige Hände können wir gar nicht haben“, sagt Doris Sagasser, die selbst ein Laufherz hat und gemeinsam mit ihrem Mann Mario bereits an den verrücktesten Orten dieser Welt Kilometer gerissen hat. Wer an den Läufen sportlich teilnehmen möchte, die in verschiedenen Streckenlängen und auch als Bambini-Lauf für Kinder angeboten werden kann sich auf der Homepage HU-laeuft.de anmelden.

Nur eine Woche später, über Himmelfahrt und Pfingsten, soll dann auch endlich wieder ein Ulzburg-Cup über die Bühne gehen. Ebenfalls eine echte Mammut-Veranstaltung, die bereits zum 45. mal ausgetragen wird. Das international besetzte Jugendhandballturnier, das an den beiden Wochenenden in 6 Sporthallen ausgetragen wird und eine Vorplanung von mindestens 8 Monaten in Anspruch nimmt, zog in den letzten 10 Jahren immer mehr Teams und Vereine aus ganz Deutschland und vor allem aus Skandinavien nach Henstedt-Ulzburg. „Das besondere ist das persönliche“, freut sich Orga-Chefin Gitta Paulat. „Sport und das besondere Miteinander prägen den Cup schon seit vielen Jahren. Nach zwei Jahren Zwangspause sind wir alle total euphorisch und können es kaum Abwarten endlich wieder eine Heimat für so viele jugendliche Handballverrückte zu werden.“ Und tatsächlich scheint es, als sei die Zeit für 2 Jahre stehengeblieben. Die Meldeliste füllt sich stetig und schon jetzt kann man sagen, dass scheinbar auch die Teams und Clubs nicht abwarten können, endlich wieder nach Henstedt-Ulzburg zu kommen. Aktuell haben sich bereits 127 Mannschaften in die Meldeliste eingetragen und die Meldefrist läuft noch einige Wochen bis in den Mai. Mit dabei Vereine aus Schweden und Dänemark aber auch aus ganz Deutschland, wie z.B. aus München, Frankfurt a. M., Köln, Berlin und natürlich auch Hamburg. „Wir glauben schon, dass es noch weitere Anmeldungen geben wird, wenn sich die Corona-Situation weiter entspannt“, sagt Gitta Paulat voller Überzeugung.

Überzeugt, dass sowohl HUläuft als auch der Ulzburg-Cup „wie früher“ über die Bühne gehen, ist auch Wulf Winterhoff vom Vorstand des SVHU. „Wir sind alle positiv gestimmt und schauen mit Zuversicht in den Mai und Juni. Nach zwei Jahren ohne die Veranstaltungen wird sich aber nun auch zeigen, ob sich auch das „Team Ehrenamt“ über die Pandemie gehalten hat. Sowohl HUläuft als auch der Ulzburg-Cup haben einen großen Bedarf an freiwilliger Unterstützung für die vielen Aufgaben. Das sind schon zwei echte Gradmesser um zu sehen, wieviel Verein im SVHU jetzt noch steckt“, sagt der 55-jährige Winterhoff, der den Ulzburg-Cup selbst 10 Jahre organisierte, heute das Sponsoring und die Kommunikation für den gesamten SVHU betreut und 2018 an Gitta Paulat übergeben durfte. „Sorgen mache ich mir nicht. Der SVHU ist ein starker Verein mit starken Mitgliedern. Jeder ist gefragt mitzumachen und zu helfen. Es wird unserer Aufgaben sein diese Bitte an jeden heranzutragen. Dann werden wir auch viele begeistern können. Ich kann nur jedem sagen, dass es ein tolles Gefühl ist so etwas gemeinsam zu erschaffen und zu schaffen. Am Ende schaut man zurück und denkt: Das war der Hammer!.“

Eingeladen mitzuhelfen sind natürlich alle Mitglieder des SVHU aber auch diejenigen, die kein Mitglied sind und einfach nur mit anpacken wollen, damit das große Ganze gelingt. „Was wir hier machen, ist nicht einfach nur Sport,“ sagt Wulf Winterhoff. „Wir stärken das Wir-Gefühl in der ganzen Gemeinde und sorgen dabei für zusätzliche Impulse bis in die Wirtschaft hinein.“

Mit HUläuft und dem Ulzburg-Cup hat der SVHU zwei Kraftakte vor sich. Wer bei HUläuft unterstützen möchte kann sich per Mail unter info@sv-hu.de melden. Helfende Hände für den Ulzburg-Cup können sich direkt bei Gitta Paulat (gpaulat(at)ulzburg-cup(dot)com) melden.